Verdacht auf Depression – und nun?

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Manchmal ist alles wie verhext. Da gibt es nicht nur einen, sondern sehr sehr viele Tage, die einfach nicht laufen. Das ist noch schön umschrieben. Da steht man in der Küche mitten in der Nacht und rätselt, wie alles weitergeht. Oder man hockt auf dem Klo und fängt ohne Grund an zu weinen und kann sich gar nicht mehr stoppen. Und dann ist da immer so ein blödes Gefühl vom Abseits-Sein. Es geht dir elend, obwohl du keinen Grund hast. Du fühlst dich seltsam, oder du fühlst dich nicht liebenswert, und damit du doch nicht so seltsam bist oder doch liebenswert für andere, versuchst du, alles richtig zu machen, nicht aus der Rolle zu fallen und irgendwie Anschluss zu finden und zu funktionieren. Denn eigentlich gibt es keinen Grund, traurig zu sein, denn du hast schon ganz anderes geschafft und dich aus harten Situationen herausgemausert.  Dann gibt es plötzlich diese guten Tage, an denen du merkst, dass Sonnenlicht und Sport wirklich gut tun. Das sind diese Tage, wo du denkst: Was war das gestern Nacht? Und dann gibt es diese Nächte in der Küche, allein und ziemlich tränennass und du weißt einfach nicht wieso. Du fühlst dich eben einfach nur elend und allein. Du ziehst dich lieber zurück, der lebenslustige Mensch der du bist, oder, wenn du noch funktionierst, versuchst du dich auf Arbeit hinter unablässigem Tun zu vergraben. Das hättest du nie gedacht: Lächeln kostet Kraft. Und sogar das klingt absurd und irgendwie blöd und wehleidig, aber es ist so: Es kostet Kraft, diese Traurigkeit zu überwinden. Und wenn dich JETZT noch einer fragt, wie es dir geht, dann brechen alle Dämme.

Es ist Zeit, sich Rat und fachlichen Beistand zu holen.
Wir funktioniert das?
Du gehst zu deinem Hausarzt und sagst ihm, dass du nicht weißt, was gerade mit dir passiert. Du bist ehrlich. Vielleicht weinst du, aber das ist ok. Auch die Psyche, diese zarte Gebilde in dir, kann erkranken, und je früher du Geleit erhälst, umso früher geht es dir besser.
Wenn Du nicht mehr arbeiten kannst, musst du das ebenso ehrlich zugeben. Es ist nichts Wehleidiges daran.
Dein Hausarzt überweist dich zu einem Psychiater. Die Überweisung ist ein notwendiger Schritt, um nicht privat zahlen zu müssen. Er kann Dir eine Liste mit von der Krankenkasse anerkannten Psychologen und Psychiatern zur Verfügung stellen. Dort versuchst Du dann einen Termin zu machen.
Du und der Psychiater/Psychologe oder in Absprache mit der Krankenkasse (Psychotherapeut), haben 6 Stunden Zeit, um mit dir auf Tuchfühlung zu gehen und abzuschätzen, ob Ihr a) gut miteinander zurechtkommt und ein Vertrauensverhältnis aufbauen könnt und b) um abzuschätzen, welche Therapiemaßnahmen  nötig sein werden und legt die Stunden fest. Er beantragt die Stunden für dich bei der Krankenkasse. Mehr musst DU nicht tun.

Es iist nur der Gang zum Hausarzt, ein kleiner Schritt mit großer Wirkung.

Was du gerade nicht sehen kannst

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Und doch bist du seltsam

Ja wirklich. Und es ist in Ordnung, aber soweit reicht dein Stolz noch nicht. Weißt Du was seltsam ist? Seltsam sein heißt, anders zu sein, nicht-einfach- einzuordnen-anders. Es liegt oft an den Anderen, die dein Anderssein bewerten. Wer deine Andersartigkeit vorverurteilt, der hat ein Problem.
Nicht du.
Seltsam-sein heißt nicht, dass man nicht willkommen ist.
Du bist vielleicht sensibler als andere, oder empathischer. Vielleicht auch schüchterner und nicht so extrovertiert, aber freundlich und gutherzig. Doch wenn du lachst, lachst du wie jeder andere Mensch auch. Du hast das Recht, Macken zu haben und Du hast das Recht, nicht wie alle anderen zu sein. Überleg genau, was seltsam an dir ist, und dann überlege genau, was daran schlecht sein soll. Und wenn du da angelangt bist, dann überlege dir noch viel VIEL genauer, wer sagt, dass dein Anderssein schlecht ist und ob derjenige das überhaupt beurteilen kann.
Ich habe mich Jahre lang seltsam gefühlt, weil ich verträumt war – andere nannten es verpeilt, naturbekifft, langsam und vieles mehr. Ich war oft verletzt und habe mich selbst nicht akzeptiert und liebenswert gefühlt. In meinem Kopf hat sich das festgesetzt – eine fiese Sache. Die kann man psychologisch sogar ganz gut erklären. Diese festen, gegen dich gerichteten Gedankenkonzepte zu entlarven hilft, das Negative an deiner Selbstwahrnehmung aufzubrechen und die schönen Dinge an deiner einzigartigen Persönlichkeit zu entdecken. Was du nicht wusstest: Die guten Dinge und die guten Meinungen über dich sind für andere so real, wie deine schlechtes Empfinden es für dich ist. Die guten Dinge sind die ganze Zeit über da, du kannst sie nur noch nicht so wahrnehmen und für real erkennen. Während die negativen Dinge im Rampenlicht deiner Verzweiflung und deiner Traurigkeit stehen, sitzen die guten Wahrnehmungen wie ferne Erinnerungen schüchtern in einer dunklen Ecke Deiner selbst fest – ungehört und ungesehen.

Schemata

Eigentlich Ist ein Schema nur Wissensstruktur. Schemata sind dazu da, um festzulegen, welche Wahrnehmungen aus der uns umgebenden Realität wir wie Weise einordnen, weiterverarbeiten, abspeichern und somit möglichst effektiv unserem Wissen zuordnen. Außerdem strukturieren sie auch, wie man Wissen abruft und anwendet, um für Probleme Lösungen zu suchen.
Es gibt da aber auch negative Wahrnehmungsschemata.
Stell Dir dein Bewusstsein als eine Art Raum vor. Es gibt nur spärliches Licht, welches ein Auffangnetz in der Mitte des Raumes beleuchtet. DAS ist das Schema. Die Decke ist dunkel, die Türen, die Wände und der Boden. Eigentlich scheint da nur das Netz /Schema im Raum zu sein. Es ist sehr präsent und filtert alles, was in den Raum gelangt. Was Du noch nicht weißt: Es  aber es ist eben nur eine Basisstruktur, ein Auffangnetz, dass du selbst im Laufe deines Lebens da irgendwie unbewusst gespannt hast, weil es in einer bestimmten Lebenssituation dem Chaos aus Informationen ein wenig Ordnung geben sollte. Im Moment scheint es aber alles zu beherrschen. Beherrschen ist nicht die Aufgabe dieses Schemas, es ist nicht dazu gedacht, Macht über dich auszuüben.
Nun werden in den Raum, der dein Bewusstsein ist, ganz viele Dinge geworfen, die alle Informationen von Außen  & Aussagen von anderen darstellen. Da sind solche Sachen dabei wie:

1″Ich finde, das hast du toll gemacht! Danke!“ – und
2″Haben Sie sich nicht informiert? Das kann man ja wohl vorab erwarten.“ und
3″Ich hab aber keine Lust ohne Dich wegzugehen, das macht keinen Spaß.“ und
4″Das reicht mir so nicht, das musst Du/müssen Sie näher ausführen.“ und
5″Lust auf Burgerking (um 2 Uhr nachts). Hab Hunger und wir könnten mal wieder ein bisschen philosophieren.“  und
6″Dein Argument versteh ich jetzt nicht, das trägt doch jetzt nicht zur Diskussion bei.“ und
7″Knuddel mich!“ und
8″Da sind Sie nun mal als einziger zu spät.“

Viele Dinge fallen durch das Netz. Dinge, die du einfach gar nicht wahrnehmen kannst, denn das Netz ist so gebaut, dass alles, was seine Struktur bestätigt, daran haften bleibt. Ist die Struktur oder das Konzept „Ich bin seltsam.“ oder „Ich bin voller Fehler und deshalb nicht liebenswert.“ werden die Wahrnehmungen hängen bleiben, die dieses Schema bestätigen. Die guten Wahrnehmungen 1, 3, 5 und 7 fallen durch das Netz. Vergiss an dieser Stelle nicht: Sie sind immer noch da.

2x Positives

1. Außenstehende können dich nicht von deinem Wert überzeugen oder dein Problem mit Vorschlägen lösen, denn in Ihrer Realität haben deine Gefühle keinen Grund und entbehren jeder realen Basis. Sie nehmen selten wahr, dass deine Gefühle für dich und in deiner Lebenssituation real sind. Natürlich würdest Du in einer anderen Situation anders reagieren, aber in dieser bist nunmal gerade nicht und du hast gerade diesen aktuellen Kampf zu bestreiten.  Du bist in Bezug auf deine negative Überzeugung hin betriebsblind, denn sie ist hartnäckig zwischen deiner Umwelt und deiner Wahrnehmung gelagert, ähnlich einer dunklen Brille. Hat man diese auf, kann man das Blau des Himmels nicht so schön empfinden und sehen, wie jene, die keine dunkle Brille tragen. Und die, die ohne dunkle Brille sind, die können sich nicht vorstellen, dass der Himmel für jemanden mit dunkler Brille anders aussieht.
Was aber nicht durchs Gitter fällt, sind die Aussagen deiner Lieben, wenn Sie dir deutlich sagen, wie wichtig Du Ihnen bist.

2. Schemata sind erlernte Strukturen. Dein Schema war vielleicht mal ein doppelter Boden,  aber wichtig ist für dich zu wissen, dass das nichts Angeborenes ist. Netze kann man aufspannen, aber man kann sie auch abbauen. Oft weiß man eben nicht, was mit einem los ist. Finde heraus, was dich deiner Meinung nach von der Welt trennt, warum du das Gefühl hast, du seist allein, nicht liebenswert oder seltsam und anderes. Ein Psychotherapeut kann hier als Berater sehr gut mit Dir Schemata entlarven und auseinander nehmen. Es erfordert viel Übung, gegen diese anzugehen, aber es lohnt sich. Denn denke daran: All die schönen Dinge, die liebevolle Wahrnehmung deiner Person durch andere sind auch Teil der Welt und sind nicht verschwunden.  Sie sind immer noch in deinem Kopf: All die guten und lieben Dinge, die andere an die schätzen.

Was ich nicht wusste

Ich habe das Schema „Ich bin seltsam“ aufgebrochen und bin nicht nur stolz, es entlarvt zu haben, sondern auch stolz, seltsam und anders zu sein. All das Träumerische hat auch gute Seiten:  Ich bin empathisch und empfindsam,  habe dank dieser zarten, empfindlichen und verträumten Natur eine ganz anderen Perspektive und bin dadurch sehr kreativ und fantasievoll. Ich war immer still und nicht extrovertiert, aber heute hilft mir das, erst einmal andere reden zu lassen und mich zurückzulehnen, zu beobachten, einzuschätzen und dann mein Urteil zu fällen.
Wenn man lernt, bestimmte Eigenschaften in all ihren Facetten genauer unter die Lupe zu nehmen, wird man früher oder später feststellen, dass keinem Ding an sich Schlechtes innewohnt.  Es ist immer auch eine Frage der Bewertung – durch uns und durch andere.

Erste Erfahrung mit Zazzle

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Dieses Wochenende wurde ich auf Zazzle aufmerksam. Zazzle funktioniert ähnlich wie Spreadshirt. Du kannst auf dem Zazzle-Marktplatz Designs anbieten, indem Du die Design auf Zazzle Blanko-Produkten hinterlegst. Die Produkte werden dann erst von Zazzle bei Kauf durch den Kunden gedruckt.  Spreadshirt und Zazzle sind also beides Print on Demand Plattformen. Anders als Spreadshirt kann man bei Zazzle jedoch den Produktbereich einschränken, was bedeutet, dass eindeutig für Erwachsene erstellte Designs nicht auf Kinderkleidung gedruckt werden, wenn man das als Designer festlegt. Spreadshirt hatte hier in der Vergangenheit einige Schwierigkeiten. Direkt bei der Erstellung eines T-Shirts kannst Du auch festlegen, für welche weiteren Produkte das Design verfügbar ist. Ein dickes Plus für mich als kreativer Kopf ist der Fakt, dass ich auch andere Prints entwerfen und verkaufen kann, wie Postkarten und Poster, Heimtextilien und mehr.
Etwas umständlich empfinde ich die Auszahlung der Provision. Es wird 45 Tage nach Erreichen des Mindest-Auszahlbetrags gezahlt, jedoch muss man zu Beginn ein Steuerformular ausfüllen und zazzle zusenden. Alles etwas umständlich, jedoch hat zazzle seinen Sitz in den USA, was den amerikanischen Fiskus auf den Plan bringt. Wer dennoch Freude daran hat, Produkte zu erstellen und weltweit, wie bei Spreadshirt auch, zu vermarkten, der kann Zazzle durchaus ausprobieren.

Was mich aktuell ein wenig irritiert: Produkte, die ich erstellt habe und die durch zazzle freigegeben wurden, sind nicht in meinem Shop zu sehen und laut Internet, scheint die Plattform diesbezüglich doch einige Probleme zu haben, hier die nicht auf .com angesiedelten Produkte schnell online zu bringen. So bleibt mein Shop vorerst leer und ich hoffe nicht, ganze 2 Wochen warten zu müssen. Ich werde mich ein wenig in Geduld üben, diesbezüglich den Kundenservice testen und wohl erst in ca. einem Monat ein Resümee ziehen können, ob Zazzle Spreadshirt gegenüber die Nase vorn hat. Ihr könnt ja mit mir warten und immer mal in den Shop gucken – ich werde Gleiches tun.
https://www.zazzle.de/kreativlaube*

Anregungen und Infos bezüglich Eurer Erfahrungen mit Zazzle sind gern gesehen. Einfach in die Kommentare damit 🙂

Arbeitstitel: Lippenbalsam – für’n Arsch!

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Im Rahmen eines Upcycling-Projektes wollte ich gern übrig gebliebene Creme-Döschen und fast verbrauchte Lippenstift- und Lippenbalsamhüllen neu mit selbstgemachtem Lippenbalsam befüllen. Das Material hatte ich aufgrund anderer Projekte soweit zusammen, jedoch fehlte es mir ein wenig an Farbe, da meine aufgebrauchte Uralt-Kosmetik nicht das hergab, was man sich so als Schimmer auf die Lippen täte. Also kaufte ich gerade noch in der Drogerie, die ich übrigens französisch auszusprechen pflege, 2 hübsche, sehr günstige und kräftige shiny-Lippenstifte, die dem ganzen Lippenbalsam einen Hauch von Farbe geben sollten. Ich bin kein Freund von sehr kräftigen Farben. Die sehen immer irgendwie doof an mir aus. Farbe ja, aber nicht zu doll – einfach ein wenig betonen, nicht akzentuieren bitte! Nicht, dass ich um Himmelswillen anders als sonst aussehe!!!
Tja, die Neugier ist der Katze tot. Da mein Liebster gerade nicht zum Lachen zuhause war, habe ich mir diese beiden tollen Farben mal aufgetragen. Testweise. „Oh…“, dachte ich, „das schmiert sich aber gut!“ Der erste Lippenstift sah schon so verflucht schön aus, dass ich mich irgendwie gefreut habe. Leider toppte der 2. das Ergebnis mit einem kräftigen Rot – eigentlich gar nicht mein Ding! Nun stand ich vor dem Badezimmerspiegel, machte Selfies mit wulstigen, roten Liebeslippen und verschickte diese an eine Freundin, wie es sich als pubertierende  Mitdreißigerin eben gehört!!!!  Man teilt sein Glück!
Fröhlich entschlossen, mit rotem Lippenstift, in meinen Schlumperklamotten und ansonsten ungeschminkt, stolzierte ich durch die Wohnung und dachte: So… mit diesem knallroten Mund isst Du jetzt ne Pizza und trinkst Dein Bier und lümmelst dich so gar nicht artgerecht vor den Fernseher! Sexy nur für dich, das kleine rosa Dinkelkissen-Einhorn und die Wand! Ich gucke fast nie TV. Ist mir einfach zu langweilig und geistig auf dem Niveau von… Lippenbalsam. Achja, Lippenbalsam sollte es werden. So stand ich über diesem vorbereiteten Schälchen und grübelte: „Alles drin, bis auf Farbe.“ Da klingelte es an der Tür.
Ich geriet ein wenig in Panik. Der Pizzabote konnte es nicht sein, die Pizza kam heute ja aus dem Ofen. Ich machte das Licht im Flur aus, damit keiner die Wollmäuse auf dem Boden sah und öffnete: Meiner Nachbarin. Sie hielt mir eine Flasche Sekt entgegen, strahlte mich an und bedankte sich für etwas, was ich gar nicht getan habe. Und weil ich so ehrlich bin, habe ich es direkt gebeichtet. Und auch gleich, dass ich nicht immer so aussehe! Ich fühlte mich seltsam. Entblößt. Dramatisch ans Licht gezerrt!
Sie sah mich irritiert an, während ich Ihr widersinnigen Schrunz zu erklären versuchte. Dann lächelte sie und sagte, dass die Farbe toll aussähe. Und ob ich im Mai nicht noch mal die Mülltonnen für Sie rausstellen könne.
Ein bisschen kichern musste ich ja schon. Manchmal machen wir uns Gedanken um Sachen, die niemandem auffallen. Die meisten Menschen gucken einem nicht mal ins Gesicht, und nur die wenigsten würden sagen: „Du siehst aber doof aus heute. Mach dir das mal ab!“
Nun – so circa eine Pizza später – habe ich beschlossen, dass der selfmade-Lippenbalsam warten kann.. immerhin ist die Farbe noch frisch!

Achtung! Es wird bunt!

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Kreativlaube T-Shirt Design – Neues für das Jahr 2017

Good news, everyone!

Es gibt mal wieder etwas zu schauen. Ich war fleißig und habe ein paar neue T-Shirt Designs zum Start des neuen Jahres 2017 entworfen. Allerdings möchte ich hier nicht nur die Werbetrommel rühren und das Ganze mit der Aufforderung „Gibt’s ab sofort in meinem Spreadshirt-Shop!“ unkommentiert lassen.
Ich hatte mir in letzter Zeit häufig Gedanken gemacht, warum die bisherigen Designs nicht wirklich fluppten. Einerseits sollen sie einzigartig sein, Aufmerksamkeit erregen und andererseits eine Masse ansprechen, die sich Zielgruppe nennt.
Vielleicht wurden meine Designs bisher nicht gefunden, was bei der Masse an Keywords eher unwahrscheinlich ist. Vielleicht muss ich aber auch Google einen Haufen Geld in den Rachen werfen, damit T-Shirt Designs von Kreativlaube überhaupt in den Google Ergebnissen auftauchen. Ich bin nun am Ende des Jahres und einiger Probierphasen zu dem einfachen Schluss gekommen: Tu Dein Möglichstes, optimiere Titel und Tags/Keywords, rede drüber – online wie offline – und mach einfach dein Ding! Es gibt erfolgreiche Designer, die auch ohne Klick-Kosten bei Google-Adwords oder sinnloser Facebook-Werbung erfolgreich sind. Ich werde natürlich weiter Wege suchen und finden, Euch zu erreichen!

Hier also die neuen „Mein Ding“ T-Shirt Designs von Kreativlaube.

 

Ich muss sagen, dass es mir dieser Zuckerstangen-Look total angetan hat. Sicher, rot-weiß-gestreift gehört mehr in die Weihnachtszeit, aber meine T-Shirt Designs The Dead in a Hat und Bärtige Lollifee oder Lollifee haben auch durchaus etwas im Sommer für sich. Zombiefans werden sich freuen! Lolli und Zuckerstange sind eigentlich das ganze Jahr über im Trend: Knackig frische Farben gepaart mit Humor und einem kessen Spruch auf der Brust oder den Lippen.

Ach was red ich… schaut selber!  Das Schönste: Im Shop Kreativlaube sind die Designs nur mit ausgewählten Produkten kombiniert – sie sollen nur eine kleine Auswahl darstellen. Solltet Ihr ein Design lieber auf Flipflops und Kaffeetasse haben wollen, statt auf einem Kissenbezug oder T-Shirt, dann klickt einfach auf Gestalten, wählt ein Produkt und sucht anschließend bei den Designs nach Kreativlaube. So erhaltet Ihr die komplette Liste meiner Designs.

Die Zukunft hält weitere Designs bereit. Ich freue mich, wenn Ihr weiterhin hier oder im Shop vorbeischaut, Feedback oder Inspirationen gebt oder einfach Spaß beim Lesen habt.

Rapunzel Märchensalat

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Am Anfang war der Feldsalat

Als ich noch klein war, mochte ich das Märchen von Rapunzel.
Auch heute finde ich die Qualitäten dieses lieblichen Mädchens nicht von der Hand zu weisen: Langes, festes Haar ohne Spliss – und spätestens seit Disneys Adaption ein schöner Kopf als liebliche Basis, auf der tonnenweise pastellfarbene Blümchen Platz finden. Welches Mädchen möchte nicht so schönes Haar haben? Rapunzel ist sinnlich und jugendhaft, das Mädchen, das von der herrischen Zauberin befreit und irgendwie so durch Dinge, die so nicht geplant waren, dann doch IRGENDWIE SO zur Frau gemacht wird.

Aber Moment.
Herrische Zauberin?
Hier müffelt’s doch gar lieblich nach schweren Gegensätzen.
Also genau sagen die Gebrüder Grimm nicht, wie alt die Dame ist. Wir erfahren jedoch, dass sie Eigentum besitzt: Ein Stück Land, auf dem Rapunzeln (Feldsalat) wachsen,welche für Rapunzel (schicksalbeladenes Mädchen, nicht der Feldsalat) und ihre Mutter folgenschwere Konsequenzen bargen – sowie mindestens einen Turm, in welchem das Mädchen aufwuchs und Haarpflege betrieb. Also: Frau Zauberin war mindestens Eignerin eines Turms und eines Hauses – und alle hatten Schiss vor ihr. Wenn man jetzt auch noch bedenkt, dass die Zeit der Märchen und der Gebrüder Grimm eine Gesellschaft der Männer war, dann ergibt sich der Eindruck, dass die Dame eher von der emanzipierten Art gewesen ist und ein Störenfried im Angesicht der Dorfgemeinschaft/Gesellschaft. Mit alten, reichen, einflussreichen Witwen kam die Gesellschaft klar, aber mit unverheirateten, selbstbestimmten Frauen? So sollte Rapunzel nur der Zauberin gehorchen, ganz das artige Kind sein, wie es dem Familienmodell dieser Zeit entsprach. Individualismus und Selbstbestimmung sind ja nun eine Erfindung der Moderne oder derer mit Reichtum Beladenen und spätestens seit den 1960/70er Jahren kaum noch als Normalität hinterfragt. Daher komme ich doch ein wenig ins Grübeln, dass eine selbstbestimmte, starke Frau, die als einzige Bezugsperson in einer gewollten Mutterrolle das Leben des Mädchens nach den Vorbildern der Gesellschaft erzieht, nun doch die Böse war.


*
Was möchten uns die Grimms denn da eigentlich sagen?

Zu Beginn meiner Studienzeit gab es eine Vorlesung, zu der eine Märchenerzählerin der Gebrüder Grimm Gesellschaft eingeladen war. Diese erzählte auf professionelle Weise verschiedene Märchen und erläuterte auch einige Hintergründe. Was mich überraschte: Die Grimms hatten eine liebevolle Mutter. Doch in den alten Märchen und Sagen waren es oft die Mütter oder Väter, die den Kindern schlechte Dinge antaten oder abverlangten. Da dies weder in das Mutterbild der Grimms noch das der christlichen Gesellschaft passte, übernahmen die Rolle des Bösewichts stets Zauberinnen, Hexen und böse Stief- oder Ziehmütter – oder seltsame böse Zwerge oder ähnliche.
Bei Rapunzel ist der Kern des Märchens das Fehlverhalten einer Mutter, die durch Zwang und Wegsperren das Kind vor der schlechten Welt bewahren will und so für die Welt unerreichbar macht – in einem Turm. Da jedoch eine Mutter dies nicht tut, sondern Kinder von ihren Müttern immer geliebt und niemals gezwungen und weggesperrt werden, übernimmt den Part eine Zauberin/ Ziehmutter, denn diese hat natürlich nicht die gleiche huldvolle Bindung zum Kind, wie eine leibliche Mutter. Natürlich.
Ihre Eigenschaften sind vielmehr diese:
Herrische Mutter: Es wird gemacht, was ich sage.
Herrisch Zauberin: Du gehorchst nur mir und gibst keine Widerworte, denkst nicht nach und hinterfragst mich nicht.
Herrisch Mutter und Zauberin: Alles ist gut, wenn Du meine Regeln befolgst.

So wirklich unterscheiden sich diese Ansprüche und Forderungen ja nicht von denen, die Eltern generell an ihre Kinder stellen, bzw. wie sich eine Gesellschaft eine funktionierende Erziehung vorstellt.
Rapunzel darf eben nicht draußen mit all den anderen Kindern spielen – doch bis auf diese Isolation und extrem wichtige Fähigkeit, soziale Kontakte und Bindungen herzustellen, scheint das Mädchen glücklich. In der Realität benötigte es da keiner bösen Stiefmutter oder Zauberin, denn wurden zum Erhalt der Tugend und Anständigkeit Mädchen und Frauen nicht stets unterwürfig und separiert und ohne Zugang zu höherer Bildung erzogen, nie mit anderen allein, nicht einmal mit den eigenen Gedanken, stets unter Aufsicht, nur notwendigst gebildet?


*
Der Verlust der Tugend bei Mutter und Kind – der Prinz war schon so.

Rapunzel sang so schön, dass einst ein Prinz, der ihre liebliche Stimme hörte, bis zu ihrem Turm fand und dort, in den Schatten der Bäume verträumt vor sich hinsinnend, mit ansehen konnte, wie die Zauberin zu Rapunzel in den Turm gelangte.
Als die Alte fort wahr, sprach er ebenfalls die Worte: „Rapunzel, lass Dein Haar herunter!“ und stellte sich Rapunzel vor.
Was folgte:
Ungehorsam: Rapunzel verheimlicht der Zauberin/Mutter anfänglich, dass sie Besuch empfangen hatte. Sie traut sich nicht, dies zu sagen, da sie Angst vor den Konsequenzen hat.
Verlust der Unschuld: Als sich Rapunzel verplappert, sie wäre so gern die Frau des Prinzen, gerät die Zauberin außer sich – und das Drama beginnt erst wirklich. Sie verbannt das Mädchen in die Ödnis, wo schnell klar wird, dass es mit dem Prinzen wohl auch beim ersten oder zweiten Treffen nicht so keusch zuging. Rapunzel trägt Zwillinge. Hier fragt sich: Wer ist denn nur der Eindringling? Rapunzel hatte vermutlich von Sex keine Ahnung, der Prinz scheinbar schon.
Heimtücke und Mordversuch:
Die Zauberin überlistet den Prinzen, der am wallenden Haar den Turm emporklettert, oben jedoch nur die lauernde Zauberin vorfindet. Diese stößt Ihn den Turm hinab, wo er von Hecken aufgefangen zwar nicht das Leben, jedoch das Augenlicht dank der kratzenden Dornen verliert.


*
Rapunzel – jetzt hamwa den Salat!

Am Ende sieht es doch so aus:
Eine Frau, die keine Kinder bekommen konnte, erschlich sich eines durch einen listigen Handel und zog das Kind unter strenger Obhut, jedoch mit Fürsorge auf eine narzistische Art und Weise auf – dem Kind fehlte es (fast) an nichts.
Ein Kind, dass keine andere Möglichkeiten hatte, war von Anfang seines Lebens hin bis zum Ende dieser schönen Geschichte dem Willen anderer ausgeliefert: Es wurde verkauft, verbogen und erzogen, benutzt im Namen der Liebe und Sorge – und galt trotz seines Ungehorsams, seiner verlorenen Unschuld und Tugend als Heldin und braves, liebes Mädchen. Am Ende wurde alles gut, sie erhielt den geachteten, gesellschaftlichen Aufstieg.
Ein Prinz, der durch das eigene Verlangen Mutter und Tochter entzweit und alle ins Verderben stürzt, ist am Ende doch der Held, der das ungerecht gestrafte Mädchen rettet und zurück in einen tugendhaften, respektierten Status als Mutter, Ehefrau und zunkünftige Königin versetzt.
Für mich klingt das alles nach einer guten Partie Ping Pong.

Schweden unsere Reise im Winter

Einmal Polarkreis und zurück – Am Anfang war…

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Abenteuer Polarlicht & Schnee

Das große Warum und das kleine Weil

Warum möchte man denn da hin?

Wenn ich begeistert davon erzählte, dass es für meinen Partner Chris und meine 2 Freunde Dennis und Andi demnächst in die Kälte nach Harads in Schweden ginge, war das die erste Frage, die mir gestellt wurde. Das kann man ja nun wirklich schwer in wenige Worte fassen. Weil. Weil ist ein gutes Wort. Weil wir es können. Weil wir es möchten. Weil es anders ist, zumindest für uns, die wir hier in Mitteleuropa mit Angeboten von Traumstränden und wunderschönen Zielen in tourismusabhängigen süd- und osteuropäischen oder karibischer Gebieten gelockt werden, die zwar mit türkisen und azurblauen Gewässern und freundlichen Einheimischen aufwarten können, jedoch sogar in der Nebensaison überlaufen sind. Auch Hüttentraum(a) und Ski-Spass-Sauftour für ein bisschen Schnee fiel weder in unser Budget, noch sind wir Fans vom Hüttenurlaub. Nicht unsere Welt.
Zurück zum Weil: Weil wir eine selbstbestimmte Erholungspause brauchten, weil wir Herren unserer Zeit und unserer Wege sein wollten, unabhängig und fernab vom touristischen Einheitsblabla, touristischen Infrastrukturen und traumhafter, aber ausgelutschter Ziele der Tourismusindustrie. Das klingt jetzt ein wenig idealistisch.
Deshalb mal „in einfach“:  Weil yolo und so!

Schnee: Im Rheinland und im Ruhrpott sieht man Schnee leider nicht so oft, also kann man ihm auch mal nachreisen.
Surströming – aber das war eigentlich nur Dennis‘ Ziel. Surströming ist… irgendwie „fancy“ und skandinavisch-exotisch, oder besser: X-otisch. Und ich weiß, dass Christian das Wort „fancy“ doof findet, aber darauf einzugehen, würde zu einer großen, langen Debatte über Sprache, Sprachentwicklung, Sprachnutzergruppen und Anglizismen führen. Das wollen wir nicht, denn es geht grad um Dennis und seinen Surströming
Dieser musste als nicht importierbare Ware auf die to-do-/to-eat-Liste, denn:
1. Es ist ’ne Delikatesse,
2. die explodieren könnte
3. und dabei stinkt und alles im Umkreis von 20 Metern mit seinem fauligen Geruch ins Verderben reißt.

Wir waren ziemlich anspruchsvoll: Faulige Genussmittel, kalt, dunkel, ruhig und möglichst nicht zu teuer. Böse Zungen könnten nun behaupten: Da könnte man auch im Keller übernachten.
9 Tage.
Aber der Keller liegt ja nun mal nicht am Arsch der Welt – ha bitteschön! Und an den kommt man ja mittlerweile auch nicht mehr so schnell hin!

Wenn man vom Beruf und Alltag gestresst ist, hat man sich so eine einsame Blockhütte mitten im Nirgendwo schon verdient. Andere reisen zu Meditationsseminaren ins Kloster – wir fliegen zum Schnee. Während andere ihre inneren Befindlichkeiten erforschen und möglicherweise zu sich selbst finden, kehrten wir einfach den Alltag um. Alles MUSS und SOLL ließen wir hinter uns. Wir stellten fest, dass frühes Aufstehen den Tag bereichert – besonders, wenn es nur ca 5 Stunden Licht gibt. Zudem waren wir konfrontiert mit Einsamkeit und unerwartet stiller…. Stille. So eine Stille, von der einem die Ohren weh tun können, weil unser Stadt-Ohr so darauf versessen ist, die alltäglichen Geräusche wahrzunehmen, dass es sich überanstrengt und Ohrenschmerzen bekommen kann. Es gab nur lange Fahrtwege, egal wohin. Und es gab wenig Menschen, aber dafür große regionale Kulturzentren, die bei uns eher als größeres Dorf angesehen werden. Wir hatten viel Zeit für uns –  ganz ohne Fernseher und ablenkendes High-Speed-Internet und ergriffen dank soviel Besinnungszeit die rar gewordene, großartige Gelegenheit, unsere Freundschaft mit viel Aufeinanderhocken und der Durchsetzung individueller Bedürfnisse tiefer auszuloten, ohne Schaden zu nehmen.
Wir sind wiedergekommen mit folgendem Resümee:

Dennis:

„Tur och retur – Einmal Schweden und zurück. Selbst in der Abgeschiedenheit Norbottens fühlt man sich wohl und heimelig; fernab der deutschen Hektik. Die Mentalität der Schweden entschleunigt den Alltag schon kurz nach der Ankunft und lädt zum Verweilen ein.“

Andi:

„Es ist einfach anders, einfach und schön. Da hat Abgeschiedenheit etwas Idyllisches und Positives: Verstreute Hütten, kaum Menschen auf der Straße, kein Stress beim Einkaufen. Es sind alle super entspannt und gechillt. Positiv überrascht hat mich, dass alle Leute Englisch sprechen und sich Mühe geben und hilfsbereit sind.“

Chris:

„Es war super entspannt, weil die Menschen hier sehr gelassen sind. Mir gefiel die Stille, und dass es wirklich dunkel wird – anders als in der Großstadt. Ich brauche kein Großstadtlicht zum Einschlafen. Ich komme gern wieder.“

Jule:

„An Entspannung dieser Art, soviel selbstbestimmte Freizeit, musste ich mich wirklich erstmal gewöhnen. Das ist für hektische Stadtmenschen schon eine echte Herausforderung. Ich fand’s ok, dass die Sonne nur 4 Stunden am Tag arbeitet.. und ich würd‘ jetzt am Liebsten auswandern. Es war viel zu kurz. Wirklich… zurück nach Deutschland?“

 

Tag 1 – Wir sind in Stockholm

Eine Reise beginnt immer am Anfang. Manchmal weiß man gar nicht, dass man sich bereits auf einer Reise befindet. Ja, man reist, zum Beispiel mit dem Flugzeug, aber im Kopf fangen Reisen oft erst am Ziel an. Harads in Nordschweden war unser Ziel. Aber am Ende blicke ich zurück und merke, dass bereits der Weg dorthin gespickt war mit vielen und schönen Erfahrungen, durch die wir ein kleines bisschen gewachsen sind – über uns hinaus, hinein in die Welt. Beginnen wir doch mal ganz am Anfang:

Düsseldorf Weeze ist ja doch ein recht abgeschiedener und überschaubarer Flughafen, auf dem Billig-Airlines Flüge in die Welt bieten. Hauptsache weg und gut ankommen! Unser Flug ging erst nach Stockholm, wo wir eine Nacht als Zwischenstopp verbringen sollten. Ich hatte die Vorstellung, dass wir in unserem Hotel ankommen und noch nach Stockholm reinfahren würden, wo wir uns bis in den späten Abend hinein ein wenig dort umschauen könnten. MITNICHTEN! Manchmal hat man das Glück, ganz unerwartet einen Ort vorzufinden, an dem man sich so zuhause fühlt, dass man alle Pläne über den Haufen wirft. Dank Buchungsportalen hatte ich ein Hotel für uns Vier im Vorort Märsta / Stockholm gebucht, nah am Flughafen Arlanda, von dem aus am nächsten Morgen unser Flug nach Luleå gehen sollte.

Internetbuchung haben etwas Abenteuerliches.  Ich hatte nun, da niemanden mir für Stockholm eine Empfehlung geben konnte, das Hotel Broby Gård entdeckt, das über keine eigene Webseite verfügte. Dafür war dessen Eintrag auf verschiedenen Buchungsplattformen glücklicherweise mit Handy-Fotos von einer 80er-Jahre Badezimmer-Tapete, knusprig-kross braunen Gebäcks, hölzernen Kleiderbügeln und vielen, vielen Aufnahmen eines urigen alten Landhauses gespickt worden. Dennis und ich waren angetan vom Charme des Hauses und beseelt von dem Gedanken, irgendwo zu nächtigen, wo es auf irgendeine Weise „charismatisch charmant zauberhaft“ zuging. Wir sind übrigens erwachsen und stehen mit beiden Beinen im Leben.

brobigard-hotelVor Ort war das Hotel einfach zu finden – dank Google Maps, das in solchen Situation Gold wert ist, auch wenn ich dem ganzen Ortungs-GPS-Standort-Navi-Wahnsinn verschiedener Applikation für Web und Handy nicht bedingungslos freundlich gegenüberstehe. Wir zogen unsere Koffer von der Märsta Endhaltestelle ein oder zwei Kilometer im Dunkeln neben einer einsame Landstraße inmitten eines Industriegebietes hinter uns her, bis wir schließlich auf einem heimelig beleuchteten Kiesweg vor einem entzückenden Landhaus standen.

broby-tuer-blogAuf der Veranda luden bequeme Sofas und Sessel zum Platz nehmen ein. Durch eine grüne Holztür betraten wir den schmalen Flur, in dem sich die Rezeption befand. In den Fenstern hingen kleine, bunte elektrische Glasleuchten und gaben den Räumen ihre heimelige und gemütliche Atmosphäre. Irgendwo in den Räumen hinter der Rezeption röhrte blechern ein Radio – weit und breit war jedoch niemand zu hören und zu sehen.

broby-rezeption-blogWir warteten ein paar Minuten, suchten verstohlen nach der Rezeptionsklingel, als hinter uns jemand in den Flur drängte und wir ein wenig Gepäck herumrücken und Platz machen mussten. „Hello, I saw you walking down the street!“ – begrüßte uns Per, der Hotelwirt. Er habe gerade ein paar Gäste abgeholt und uns ankommen sehen. Wir checkten ein, kamen ein wenig dabei ins Gespräch. Ob man denn hier auch irgendwo in dieser Gegend noch etwas zu essen bekäme, fragten wir, denn wir hatten nur gefrühstückt und mittlerweile war es 18.15 Uhr. Per bot an, uns für kleines Geld Pytti-Panna zu machen, ein typisch schwedisches Gericht mit gebratenen Kartoffel- und Wurststücken, Spiegelei, roter Beete und saurer Gurke – ähnlich unserem Bauernfrühstück. Dankbar nahmen wir an und die Jungs gingen schließlich mit dem Gepäck vor in unser Zimmer, während ich kurze Zeit später ihrem Gekicher folgte: Hinauf ins obere Stockwerk, vorbei an afrikanischen Reise-Zeugnissen des Besitzers und einzigartigem, bunt zusammengewürfelten Mobiliar, einen langen Flur entlang mit Wänden, die nur so vor Errol-Flynn-Fotos strotzen.

Wer Boxspringbetten und stilvollen Einheitsbrei im edlen Creme-Nussbaum-Mix schätzt, ist im Broby Gård falsch aufgehoben und sollte sich eine Hotelkette suchen. Wir waren sehr zufrieden, hatten ein gemütliches Zimmer mit Kachelofen und Fernseher, knarzenden Holzbohlen unter dem skandinavisch bunten Webteppich und ein sauberes Bad. Unser Abendbrot nahmen wir in einem gemütlichen Esszimmer mit einem riesigen Kamin ein. Auch unser Frühstück wurde uns morgens um sechs hier bereitgestellt – da hatte sich Per, unser Gastgeber, ganz nach uns gerichtet. Wir unterhielten uns ein über unser Reiseziel und er bestätigte, dass es dort wunderschön sei. Wir erfuhren auch, dass das Haus bereits 1793 erbaut wurde und davor seit den Wikingern immer Menschen in dieser Gegend gelebt hatten. Achja, und dass man Lars eigentlich Larsch ausspricht, da wir uns über einen Film von Lars von Trier unterhielten, der am Vorabend im Fernsehen gelaufen war. – In Schweden werden Filme nicht synchronisiert, sondern einfach im Original mit Untertitel ausgestrahlt. – Für einen geringen Preis von umgerechnet ca. 5 Euro brachte er uns und unser Gepäck zum Flughafen in der Nähe. Wer bewegt sich in Deutschland für 5 Euro mit solcher Hingabe und Freundlichkeit überhaupt aus dem Haus? So wie in Schweden: Jemand, der nicht nur mit dem Blick aufs Geld den Wert seiner Arbeit misst, sondern in allem, was er tut Leidenschaft, Freude und Freundlichkeit einfließen lassen kann. Korrigiert mich, wenn ich falsch liege: Man bricht sich keinen Zacken aus der Krone, um freundlich zu sein. Das Leben ist entspannter mit einer solchen Gelassenheit, wie wir in den folgenden Tagen feststellen durften. Als Mensch ist man entspannter. Wir waren so beeindruckt von dieser Gastlichkeit und Hilfsbereitschaft, dass wir im Broby Gård sehr gern wieder einkehren würden und möchten es an dieser Stelle unbedingt empfehlen.

loka-blog

 

Bald geht es weiter mit dem nächsten Teil der Reise.
Bilder unserer Schwedenreise findet Ihr übrigens hier:                         https://www.flickr.com/photos/150680085@N07/albums/72157676874805391/with/31162501754/

Achja… hier mal die Kamera-Selfies mit uns Nasen
Mit C, mit D, mit A 😉

Design für T-Shirt

Kreativlaube testet Kampagnen-Option bei Shirtinator

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Wie Ihr wisst, bin ich mit eigenen Designs auf Spreadshirt in meinem eigenen Spreadshirtshop aktiv. Zudem platziere ich meine T-Shirt Designs unter dem Namen Kreativlaube auf dem internationalen Spreadshirt Marktplatz. Das führt dazu, dass ich mir einen Haufen Keywords in Englisch und manchmal auch Spanisch ausdenken muss. (Mehr Sprachen hab ich leider nicht so gut drauf.)

Nun habe ich gesehen, dass man beim Konkurrenten Shirtinator.de auch eigene T-Shirt Kampagnen starten und ein bisschen was verdienen kann.

Nett!

Das heißt, man lädt ein Design hoch, gibt an, wie viele T-Shirts man in einem wählbaren Zeitraum von 3 Tagen oder 1-3 Wochen zu verkaufen gedenkt und legt eine Summe fest, mit der man am Verkauf beteiligt sein möchte – die Provision. Dann startet man die Kampagne und macht eigenständig Werbung zum Beispiel über Facebook , Twitter und Co. Das Motiv gibt es nur in diesem Zeitraum zu kaufen – und auch nur auf den vorab ausgewählten Produkten. Ich habe das mal hier in meiner Kampagne ausprobiert.
Da das Design meiner Meinung nach eher von Frauen als Männern getragen wird, habe ich als Basis-Shirt ein Damenshirt gewählt. Meine privaten Käufe wurden bisher in diesem Laden nicht enttäuscht, die Qualität der T-Shirts und der Drucke ist anständig und robust. Abhängig vom Design habe ich auch nur ein weißes Shirt gewählt, da meiner Meinung nach das Design auf weißem Grund am besten wirkt.

Nun muss ich warten, ob sich mein Verkaufsziel erfüllt, das heißt, ob die von mir festgelegten 50 T-Shirts verkauft werden. Shirtinator produziert die T-Shirts erst, sobald ich 1 Euro Provision (ohne Mehrwertsteuer) erhalten würde. Das bedeutet: Wenn ich 50 T-Shirts verkaufen möchte und an einem T-Shirt eine Provision von 1 Euro Brutto festgelegt habe, müssen mindestens 2 Bestellungen eingehen, bevor Shirtinator das T-Shirt drucken lässt. (1 verkauftes T-Shirt ergibt nur eine Netto-Provision von 84 Cent. ) Tritt ein Besteller von seinem Kauf zurück, zum Beispiel durch Widerruf, erhalte ich für diese Bestellung trotz Abwicklung keine Provision. Jedoch trage ich auch keine Kosten. Shirtinator stellt das Tshirt inklusive Druck mit einem bestimmten Basispreis zur Verfügung;  Versand, Abwicklung und Retouren/Reklamation laufen komplett über Shirtinator ab und werden mir nicht zulasten gelegt.
Anders als bei Contest-Verkaufsplattformen wie Quertee oder ähnlichen, erhält Shirtinator nur für den gewählten Zeitraum  mit Erstellen Eurer Kampagne die Lizenz zum Drucken. Nach Abschluss des Kampagnenzeitraums liegt das alleine Recht über Euer Motiv wieder bei Euch und kann nicht weiterverwendet werden.

Klingt bisher alles sehr gut und easy peasy. Jedoch gibt es Einiges abzuwägen.
Laut AGB erhalte ich ab 50 Euro Provision (ohne Mehrwertsteuer) eine Auszahlung. Das heißt: Haben sich nur 3 T-Shirts bis zum Ende dieser Verkaufskampagne verkauft und bekomme ich 3 Euro Provision je Shirt (Ohne Umsatzsteuer), erhalte ich zwar die von mir angegebene Provision gut geschrieben, muss aber wohl noch ein paar Kampagnen fahren, bis sich die Verkäufe so erfolgreich zeigen, dass ich auch auf die 50 Euro (netto) auszahlbare Provision komme.
Natürlich ist Shirtinator nicht doof und denkt als Unternehmen auch an eine eigene Gewinnmaximierung:
Lege ich als Kampagnenziel fest, dass ich 50 T-Shirts mit der von mir festgelegten Provision je Shirt verkaufen möchte, weist mir Shirtinator direkt bei Kampagnenerstellung die zugehörige Provision aus. Achtung, das ist jedoch die maximale Brutto-Provision, die ich an dieser Kampagne verdienen kann.  Angenommen, ich habe als Kampagneziel 50 T-Shirts festgelegt und mir wird eine Bruttoprovision von 500 Euro auf der Basis meiner festgelegten Provision ausgewiesen, erhalte ich bei Verkauf ALLER 50 Shirts also 420,17 Euro ausgezahlt. Nun verkaufen sich aber 100 statt 50 Shirts: Ich erhalte dennoch nur die festgelegte Posivion meines Verkaufsziels. Von den restlichen 50 Shirts sehe ich keine Provision wie für das festgelegte Verkaufsziel.

Ich muss jedoch an dieser Stelle einen kleinen Wermutstropfen einbringen – ja, noch einen.
Grundsätzlich darf jeder Kampagnen erstellen, also Designs hochladen und verkaufen – Privat und gewerblich. All das klingt super lecker: „Verkauf ich eben 14x im Jahr 3 T-Shirts, habe ich auch das Geld für den Urlaubsbungalow an der Ostsee zusammen.“ Nun sollte man sich als Privatperson dennoch fragen: Sieht der Gesetzgeber das genauso? Denn laut Gesetz ist jeder Verkauf von Waren Gewerbeschein-pflichtig, wenn diese zum Zwecke des Verkaufs gefertigt werden. Da den Vertrieb und die Produktion Shirtinator übernimmt, ist Shirtinator gewerbepflichtig. Doch sollte man sich die Frage stellen, ob man mit einem Extra-Verdienst durch Provision nicht doch in die Sparte „Verdienst aus selbständiger Arbeit“ fällt und dies nicht zumindest bei der Steuererklärung angeben muss, ggf. aber doch dann als selbständig Tätiger gilt. Wer also einfach mal hinzuverdienen will und nicht über einen Gewerbeschein verfügt, muss sich vorab gründlich informieren.

Fazit:
Die Handhabung und Erstellung von Shirtinator-Kampagnen ist sehr einfach und geht schnell vonstatten.
Wer kleines Geld mit einer aufwandlosen Hobby-Tätigkeit zuverdienen möchte, sollte sich kleine Verkaufsziele stecken und mehrere Kampagnen fahren.
Generell gilt: Da Shirtinator keine Werbung für Dich macht, liegt also das Marketing vollständig in deiner eigenen Hand. Wer viel verkaufen möchte, ist angewiesen auf die zeitpunktgenaue Werbung in sozialen Netzwerken und die effektive, zeitnahe Nutzung andere Werbekanäle. Da 3 Wochend der längste Kampagnenzeitraum sind, sollte also wissen, was man tut: Welche Zielgruppe man ansprechen möchte und wie man schnellstmöglich an viele Menschen die Kampagne heranbringt.
Wer nicht damit zurecht kommt, dass das eigene Motiv vielleicht das Verkaufsziel sprengt und unerwartet erfolgreich ist, sodass ihm die Provision des Mehrverkaufs flöten geht, sollte in Erwägung ziehen, das Motiv entweder mit höherem Verkaufsziel erneut als Kampagne oder auf anderen Marktplätzen einzustellen.
Wichtig bleibt es, die Einnahme- und Gewerbetreibenden-Bedingungen zum eigenen Schutz und in Eigenregie zu erörtern, denn nur Ihr seid es, die rechtlich für Verstöße gegen die Einkommenssteuergesetze und Gewerberegulierungen geahndet werden.

Fascinator

Immer mal was Neues

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Ja, es ist schwer, im Alltag neben Pflichten und Arbeit und Haushalt den Weg zu den schönen Dingen zu finden. Es wäre so einfach, auf der Couch zu versacken und ab 19 Uhr den Kopf auszuschalten. Aber warum? Immer wieder stelle ich fest, dass es sich lohnt, auch nach einem langen Tag noch die ruhigen Stunden des Abends zu nutzen und mal etwas Neues auszuprobieren. Für die kreative Abwechslung und das Ausleben aller Ideen muss man ja nicht auch immer gleich zur Großleinwand greifen und mit Farbtöpfen werfen! Manches Mal geht es auch im Kleinen.
Was mich im Moment sehr freut, sind Arbeiten an kleinen Schmuckteilen. Haarschmuck und Fascinators sind mir gerade auch wegen der leichten und feinen, zarten Materialien lieb, um auch nach einem stressigen Tag noch etwas Schönes herzustellen. Die kleinen Accessoires haben es mir gerade wirklich angetan. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind wirklich vielfältig und in Kombinationsmöglichkeiten von Federn und Stoffen unendlich.
Hier seht Ihr ein paar meiner hergestellten Stücke.  Den ein oder anderen Fascinator könnt Ihr auch in meinem Dawanda-Shop erwerben.

Fascinator
Fascinator Sweet Rose (big)
Gothika Dots
Fascinator & Haarschmuck Gothika Dots

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fascinator Schneeweisschen
Fascinator für Hochzeiten oder die Braut
Fascinator Dunkelrot
Fascinator & Headpiece für Liebhaber von dunklen Rottönen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Haarschmuck Sweet Roses
Haarschmuck Haarkamm Sweet Roses

Sommer ist so over!

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Ab heute wird gestrickjäckelt!
Ja. Heute ist der 1.September. Das heisst: weniger Sonnenstunden, niedrigere Temperaturen und das T-Shirt Wetter ist auch nur noch da, weil es nicht weiss, wohin mit den Hochs. Hier liegen sogar schon Kastanien auf der Straße. Aber seid nicht traurig, dass der Sommer nun vorbei ist. Auch der Herbst hat viel zu bieten! Ich freu mich auf viele Stunden entspannten Werkelns, sobald sich die nordeuropäischen Monsunzeiten häufen.  Und wenn die Sonne herauskommt, dann soll es doch bitte richtig farbenfroh vor der Kameralinse werden! Halloween steht auch bald vor der Tür, ein Grund mehr, Kleber, Farben, Stoffe und derlei herauszuholen und ein wenig kreativ zu werden. Ich freu mich jedenfalls drauf und habe schon ganz viel vor! Garantiert nachmachbar! Also schaut immer wieder vorbei, guckt auf meine Facebookseite oder seht regelmäßig in die News auf der Home-Page.